Jetski auf der Donau und warum nicht in Österreich bitte?

Jetski auf der Donau

(Österreich – Slowakei) Am Nachmittag des 22. September 09 konnten wir im Bereich der Staatsgrenze zwischen Österreich und der Slowakischen Republik ein durchaus vergnügliches Szenario verfolgen, das für Spaziergänger eine tatsächliche Abwechslung der Betrachtung des Verkehrs auf der Donau darstellte. Drei Jetski-Fahrer, die an der Schiffsanlegestelle in Theben vorerst parkten, nahmen ihre Sportgeräte in Betrieb, gaben ein paar Kunststücke zum Besten um dann in Richtung Preßburg davonzugleiten.

Jetski, die in Österreich formaljuristisch als Schwimmkörper gelten, dürfen allerdings hierzulande nur im Rahmen von Sportveranstaltungen und in bewilligten Sonderfällen auf dem Donaustrom verwendet werden, wie uns ein Ressortmitarbeiter des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit) für den Schiffahrtsbereich mitteilte.

Ob es nicht empfehlenswert wäre, in Österreich darüber nachzudenken, dieser Sportart in ausgewählten Bereichen einen Betätigungsraum einzurichten? Wir meinen, daß gerade hier ein Impuls gesetzt werden könnte, der von vielen Menschen und Touristen mit Freude angenommen werden würde, selbstverständlich unter Berücksichtigung örtlicher Schutzzonen, wie dem Nationalpark Donau-Auen. Das war eine Frage, die wir uns vorerst stellten, und begannen mit Recherchen zu dieser Thematik. Tatsächlich dürften wir in das wortwörtliche Wespennest gestochen haben, da es zwischen der Anhängerschaft dieses Sportes und dem Staat Österreich, genauer gesagt: einzelner Behörden, zu brodeln scheint, wie aus vertraulichen Kreisen zu entnehmen ist.

Der Sache gehen wir auf den Grund: In der Slowakei und Deutschland darf am Donaustrom mit Jetski gefahren werden und in Österreich nicht?! Brüssel, rechnen Sie mit Post aus Österreich

Die führenden Politiker Österreichs untermauern bei jeder sich bietenden Gelegenheit ihr Bekenntnis zur Europäischen Union. Wir werden der Frage nachgehen, wieso in anderen Ländern innerhalb der EU das Befahren der Donau mit Jetski legitim ist, und in der Alpenrepublik die Uhren entgegengesetzt zu laufen scheinen. Gleiches Recht für alle? – und daß dieses Land überdies Spitzensportler wie unter anderen einen zweimaligen Weltmeister, den Wiener Neustädter Kevin REITERER hat, sollte das Bemühen der verantwortlichen Amtsinhaber beschleunigen, diesem Sport die gleichen Möglichkeiten einzuräumen, wie sie andere Länder als Selbstverständnis ansehen. Von Wettbewerbsnachteilen für den heimischen Handel noch gar nicht sprechend …

Drei Jetski-Fahrer auf den Weg nach Bratislava

Drei Jetski-Fahrer auf den Weg nach Bratislava

Wir werden weiter berichten.

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